Luftpistolen Heimwettkampf in der 2. Bundesliga

Grippe vermasselt Überraschungsmoment
FSG Hilpoltstein besiegt Eintracht Garching 5:0 und unterliegt Edelweiß Scheuring 2:3

HILPOLTSTEIN — Der Aufstellungspoker der Luftpistolen-Schützen der FSG Hilpoltstein fiel aus.
Nach einem 5:0 gegen den SV Garching verloren die Gastgeber gegen Bundesliga-Absteiger Edelweiß Scheuring mit 2:3 und gaben damit die Führung in der 2. Bundesliga an den Konkurrenten ab.

Zum ersten Heimwettkampf in der 2. Bundesliga wollte die FSG eigentlich taktieren. „Wir müssen gleich die Hosen runterlassen“, beschrieb Teamchef Robert Landmann die Ausgangslage, weil Maxim Konradi wegen
einer Grippe abgesagt hatte. Ersatzmann Andreas Lutz, der erst in der zweiten Begegnung gegen Bundesliga-Absteiger Edelweiß Scheuring eingesetzt werden sollte, musste also schon zum Start gegen den SV Garching ran und leistete da erst einmal seinen Anteil zum 5:0 Erfolg. Auch ohne Konradi war Landmann von einem Sieg über Garching überzeugt.
Vom Leistungsvermögen her sprach alles für die Gastgeber, bedenken hatte der Teamchef allerdings, dass sein Quintett das Match nicht ernst genug nehmen könnten. Die Gäste traten nämlich mit vier Frauen an. Die Sorge, dass die FSG da unbewusst in den Gentleman-Modus schalten könnte, bestätigte sich allerdings nicht. Schon in der ersten Zehner-Serie verschafften sich die Hilpoltsteiner ein beachtliches Polster, das am Ende auf 1846:1784 angewachsen war.
Während Stefan Schwab (375 Ringe), Karl Schmidt (372) und Roland Wabra (365) ihre Duelle sicher nach Hause brachten, sorgten Andreas Lutz und Horst Roedel für spannende Momente. Ersatzmann Roedel preschte mit schnellen vier Durchgängen vor, die er mit 363 Ringen als Erster abschloss. Seine direkte Gegnerin Verena Gimpl hatte bis zum drittletzten Schuss die Möglichkeit, dieses Ergebnis zu überbieten, vermasselte sich die Gelegenheit aber mit einer Sieben. Horst Roedel war wegen einer Blockade vor dem zehnten Schuss der Nachzügler der Begegnung, hatte im Endspurt dann aber doch keine Mühe, mit 371 die 357 seiner Kontrahentin Monika Schiller zu überbieten. Ein glattes 5:0 also, aber die Gesamtringe von 1846 reichten nicht an das Niveau von Scheuring heran. Die Oberbayern bezwangen Dynamit Fürth II mit 1855:1816.
Die Niederlage gegen Scheuring traf die Hilpoltsteiner nicht geradewie aus heiterem Himmel. „Die Gäste waren konstanter und besser“, zollte Landmann seinen Respekt. Hilpoltstein konnte sich nicht steigern, sondern erzielte sogar acht Ringe weniger als gegen Garching. Scheuring legte dagegen nach dem ersten Auftritt noch sechs Ringe drauf. Roland Wabra auf Position vier holte mit dem 371:164 gegen Sebastian Hensch einen mehr als deutlichen Punkt. Den zweiten Zähler steuerte Karl Schmidt bei, der nach einem Remis gegen Thomas Ranzinger beim Stechschuss mit 9:7 besser war. „Der Karl ist der richtige Mann für so etwas, der hat die Erfahrung und die Ruhe“, bescheinigte Landmann dem Routinier, der das Ergebnis erträglicher gestaltete. pg

FSG Hilpoltstein – SV Eintracht Garching 5:0 (1846:1784).
Stefan Schwab – Carolin Schiller 375:361
Karl Schmidt – Sabine Gruchmann 372:356
Andreas Lutz – Verena Gimpl 363:359
Horst Roedel – Monika Schiller 371:357
Roland Wabra – Michael Bolek 365:351.

FSG Hilpoltstein – Edelweiß Scheuring 2:3 (1838:1861)
Stefan Schwab – David Probst 371:375
Karl Schmidt – Thomas Ranzinger 373:373 (9:7)
Andreas Lutz – Oliver Balg 364:379
Horst Roedel – Sebastian Heinisch 371:364
Roland Wabra – Philipp Ranzinger 359:370.

Fotos und Text: Paul Götz